Um in einem Netz oder in einer Domäne immer die gleiche Zeit zu haben, ist es wichtig, dass in regelmäßigen Zyklen eine Synchronisation mit einem Zeitserver stattfindet.
Wenn man eine Struktur erstellt und einen Server zu DC promotet, dann werden automatisch alle Member dieser Domäne mit dem DC synchronisiert. Nun ist es lediglich nötig dem DC einen (oder eine Liste von) Zeitserver mitzuteilen. Das dabei genutzte Protokoll ist NTP (Network Time Protokoll).
Die Konfiguration findet in einer DOS-Konsole (CMD) statt.
Wenn man NET TIME /HELP eingibt wird der Syntax des Time Befehls aufgeführt:

Mit dem Befehl:
NET TIME /querysntp
Wird der aktuell konfigurierte Zeitserver angezeigt.

Möchte man einen anderen Server nutzen, gibt man folgendes ein:
NET TIME /setsntp:ntps1.gwdg.de /SET
Diese 3 Server sind redundante Time Server, die immer erreichbar sind. Das Verfahren lässt sich auf alle Betriebssysteme ab Windows 2000 pro anwenden. Mit der Einführung von SP2 für Windows XP wurde die Zeitsynchronisation teil der grafischen Oberfläche. Unter:
Start - Einstellungen - Systemsteuerung - Datum und Uhrzeit - Internetzeit
Befindet sich der NTP Client.

Diese Funktion ist nur sichtbar, wenn der Computer NICHT Mitglied einer Domäne ist!
Bei Domänenmembern übernimmt der DC die Zeitsteuerung!
Um in dieser Liste weitere Server zu definieren, ist es notwenig Registrierungsschlüssel zu verändern. Unter:
HKLM_Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion\DateTime\Servers
Kann die Liste erweitert werden. Einfach Neu - Zeichenfolge und aufzählen 3,4,5 ...
Danach sind die Server sofort verfügbar.
Bei der Zeitsynchronisation wird immer nur die Weltzeit (UTC) übermittelt, es werden keine Zeitzonen übertragen. Die Umstellung der Zeitzone, sowie Sommer-/Winterzeit ist Angelegenheit des Clients!
Sollte die Verbindung zum Zeitserver nicht klappen, dann sollte man an seiner Firewall kontrollieren, ob UDP:123 blockiert worden ist. Nach der Freigabe sollte die Verbindung herzustellen sein.
© by unterwegs-im.net, Frank Solinske