1 Namenserklärung :
SUS = Software Update Service mit Service Pack 1
WUS = Windows Update Service (Beta Stadium)
WU = Windows Update
DC = Domain Controller
IIS = Internet Information Service
SBS = Small Business Server
SMS = System Management Server 2003
ADM = Administrative Vorlage
ADS = Active Directory Service
MS = Microsoft (was sonst J )
LAN = Local Area Network
WAN = Wide Area Network
AUC = Automatic Update Client
EULA = End User License Agreement
GPMC = Group Policy Management Console
MBSA = Microsoft Baseline Security Analyser
1.1 Allgemeines zum SUS :
Der SUS ist eine sinnvolle Erweiterung für das LAN. Der SUS ist kein Server, den man bei Bedarf zum Update eines Clients benutzen kann. Der SUS ist ein pushendes verfahren. Nur wenn ein Client eine Anforderung an den SUS sendet, wird dieser Vorgang aufgenommen. Ein Client fragt alle 17 - 22 Std. bei seinem SUS nach, ob es neue Patches gibt. Wenn der SUS neue Patches zur Verfügung stellt, dann wird die Datei getmanifest.asp zum Client übertragen. Wenn diese Ausgewertet ist, fängt der Client nach seinem Zeitplan mit dem Update an. Das WU über das Startmenü hat nichts mit der Funktion des SUS zu tun, und kann auch nicht dafür genutzt werden!
Was auch zu berücksichtigen ist, wenn man einen SUS neu ins LAN stellt, dass dieser Server Zeit braucht. Es kann passieren, dass es bis zu 48 Stunden dauert, bis die ersten Clients Patches vom SUS bekommen! Das ist kein Fehler, der SUS ist einfach so.
Wichtig: Installieren und dann erst einmal abwarten, der SUS benötigt Zeit !!!!
Es ist nicht möglich mehrere Instanzen des SUS auf einer Hardware laufen zu lassen ! Auch eine zweite Installation auf einem Virtuellem PC ( Virtual-PC, VMWare) funktioniert nicht. Sollte der SUS starten bricht er nach kurzer Zeit zusammen !
1.2 Voraussetzungen
1.2.1 Hardware : (empfohlene Mindestanforderung !)
Pentium III 733 MHz
512 MB Hauptspeicher
6 GB freier Speicherplatz auf einer NTFS Partition
1.2.2 Software
Windows 2000 Server Std. SP2 (oder höher)
IIS5 (oder höher) muss aktiv sein !
Mit nur einem SUS kann man ein Netzwerk von ca. 500 Systemen versorgen (lt. MS sogar 15000), allerdings empfiehlt sich dann eine hierachische Struktur mehrerer SUS Server (Upstreaming).
2 Installation unter Windows 2000 Server SP 4
SUS10SP1.exe ist die Installationsdatei, es gibt den SUS in englisch und in japanisch.

Wenn eine Vorgängerversion (Beta) des SUS installiert ist, dann sollte diese zuerst deinstalliert werden! Der eigentliche Platzbedarf für die Programmteile des SUS beträgt nur ca. 50 MB, der Rest wird für die Downloads benötigt. Dieser beträgt derzeit ca. 800 MB pro Sprache.
Durch einen Doppelklick auf Installationsdatei wird die Installation eingeleitet. Hierbei können die Standardvorgaben übernommen werden. Die Sprachauswahl geht später deutlich bequemer, so muss man sich nicht durch die Liste klicken!
SUS SP1 kann man auch auf einem DC installieren, ältere Versionen waren dazu nicht in der Lage.
Die Installation auf einem Memberserver sollte gemacht werden, nachdem der Eintrag im DNS des ADS erfolgt ist.
Nachdem die Installation erfolgreich durchgeführt worden ist, wird automatisch das IIS Lockdown Tool ausgeführt. Dieses schaltet nun alle unnötigen Funktionen des IIS für den SUS ab! Danach ist der Server soweit gehärtet (hardening), dass eine normale Webseite nicht mehr erreichbar wäre!
Es ist auch nicht zu empfehlen, dass man den Port 80 des IIS für den SUS verändert, denn dieser Port wird während der Installation automatisch konfiguriert. Auch wenn es anfänglich funktionieren mag, nach einiger Zeit bricht der SUS zusammen und lässt sich nur durch eine Neuinstallation wiederbeleben.
2.1 Installation unter Server 2003 :
WICHTIG : DEN SUS NICHT AUF EINEM IIS INSTALLIEREN DER EINE SEITE BEREITSTELLT !
Um SUS auf einem Server 2003 laufen zu lassen sind nur ein paar Unterschiede zu beachten. Die Hardwareanforderungen sind identisch.
1. Es werden Server 2003 Standard, Enterprise und Web Edition unterstützt.
2. Der IIS wird standardmäßig nicht mitinstalliert ! Er muss manuell installiert werden !
3. Das wuau.adm File ist bereits enthalten und muss nicht importiert werden.
4. Wenn die GPMC installiert ist, kann man die Auswertung der GPO aus grafisch erledigen.
5. Download unter : http://www.microsoft.com/downloads/details.aspx?displaylang=de&FamilyID=0A6D4C24-8CBD-4B35-9272-DD3CBFC81887
(Um die GPMC auf eine Win 2000 Domäne anzuwenden, muss diese von einem XP Client mit SP1 und .net Framework 1.1 ausgeführt werden.)
Die Konfiguration des SUS ist identisch. Das Updaten der GPO erfolgt über :
gpupdate /target:computer /force
gpupdate /target:user /force
Wenn man die Schalteroption /target weglässt, werden automatisch beide Bereiche der GPO aktualisiert.
3 Konfiguration des SUS:
Die Konfiguration des SUS erfolgt über den Browser, wenn man direkt an dem System arbeitet, auf dem der SUS installiert worden ist, dann kann man mit der URL http://localhost/susadmin die Konfigurationsseite aufrufen. Alternativ dazu kann man es auch folgende URL nutzen :
http://{ ipadresse }/susadmin
http://{ netbiosname }/susadmin
Wichtig : Beim IIS sollte auf der Registerkarte für die Verzeichnissicherheit den
anonymen Zugriff entfernen, weil sonst jeder User durch Eingabe der URL auf den SUS zugreifen kann !!!
(SUSAdmin - Eigenschaften)
3.1 Die Welcomeseite des SUS :
Hier werden allgemeine Informationen zum SUS angegeben ( Built, etc.) Im mittleren Bereich findet man Neuerungen die durch MS eingespielt worden sind !
Damit ist es auch möglich Service Packs zu installieren ! (Bandbreite beachten !)
3.2 Set Options
In der linken Navigationsleiste befindet sich ein Link zum Bereich Set Options, hier werden die eigentlichen Einstellungen für den SUS vorgenommen.

Wenn im LAN ein Proxyserver als Internet Gateway existiert, dann wird dieser an der 2. Position angegeben. Sollte dieser Proxy eine Userauthentifizierung verlangen, dann MUSS diese mit angegeben werden, ansonsten kann der SUS keinen Kontakt mit der Hauptseite von MS aufnehmen. Es erfolgt keine Nachfrage zur Authentifizierung des Useraccounts !
Gibt es keine Authentifizierung dann kann man direkt auf das Internet zugreifen, indem man den ersten Punkt aktiviert (Do not use a proxy server to access the Internet).
Im Bereich : Specify the Name your clients ...
Hier kann man den NetBIOS Namen des Servers eingeben (z.B. SUS01) oder auch den FQDN (fully qualified domain name) (sus01.domäne.suffix). Wichtig ist nur, dass man diesen Namen auch exakt so in der Konfiguration der GPO angibt.
Angabe des Synchronisationsservers :
Wenn man nur einen SUS oder der ersten SUS in einer Hierachie hat, dann sollte man diesen direkt mit dem Updateserver von MS abgleichen. Somit kommt es nicht zu Verzögerungen, wenn man über andere Server arbeitet.
Wenn man einen untergeordneten Server nutzt (Child-SUS) dann kann man diese(n) mit dem ersten SUS abgleichen, dafür wird einfach der spezifizierte Name des primären SUS angegeben (z.B. SUS01 - oder der FQDN).

Bereich : Select how you want to handle new versions of previously approuved patches :
Wird diese erste Option auswählt, dann werden NUR Patches automatisch approved,
die vorher schon einmal als approved gekennzeichnet waren. Neue Patches bleiben davon ausgeschlossen ! Nutzt man die 2. Option werden alle Patches als neu gekennzeichnet und man muss diese manuell approven (beglaubigen). Es gibt keinen vollständigen Automatismus !
Bereich : Select where you want to store updates :
Option 1 lässt die Patches auf dem MS Server, es erfolgt keine lokale Speicherung.
Option 2 speichert eine lokale Kopie der Patches die vom MS Server synchronisiert werden.
Man findet die Patches in einem Unterverzeichnis des SUS. Es heisst Content\cabs
( z.b.: c:\sus\content\cabs)
Bei der Sprachauswahl hat man in diesem Bereich den großen Vorteil alle Sprachen mit einem klick zu deaktivieren (Beim Setup ist das in Einzelschritten möglich).

Select all : aktiviert alle Sprachen
Clear all : deaktiviert alle Sprachen
Insgesamt stehen 26 Sprachen zur Verfügung, man sollte wirklich nur die Sprachen wählen die man auch einsetzt, denn pro Sprache fallen ca. 800 MB Platz an ! Dann ist die Konfiguration des SUS abgeschlossen. Nun sollte man die erste Synchronisation durchführen. Dazu wählt man in der Navigationsleiste den Punkt : synchronize server.
3.3 Synchronisation des SUS

Wenn man den Button Synchronize now wählt, dann verbindet sich der SUS mit dem nächst höherem Updateserver egal ob mit dem von MS, oder der in der angegebenen Hierachie.
Als erstes erhält der pullende Server ein Katalogfile (aucatalog1.cab), in dem die Updates gelistet sind. Der Server sendet seine Auswahl an den pushenden Server zurück und bekommt seine Patches.
Je nach Sprachauswahl und Bandbreite der WAN Strecke kann dieser Vorgang bis zu 10 Stunden dauern !
Man kann die Patches auch durch kopieren in den SUS einbringen, dazu muss man von einem anderen SUS das Verzeichnis cabs auf CD / DVD brennen. Nun muss der SUS einmal angefangen haben die Patches zu transferieren. Wenn die ersten 2 Patches gezogen sind, bricht man das Update ab und startet den Kopiervorgang von der CD / DVD. Nach einem Reboot sind alle Patches im SUS aufgenommen. Wenn der Synchronisationsvorgang nicht begonnen hat, dann bekommt man einen Fehler das die digitale Signatur der Patches nicht akzeptiert wird !
Nun sollte man noch einen Zeitplan einstellen, damit der SUS selbstständig nach Neuerungen sucht. dazu wählt man synchronize schedule.
3.4 Zeitplanung (Schedule)

Option 1 : do not synchronize lässt den SUS auf manueller Synchronisation.
Option 2 : synchronize using this schedule, damit bekommt der SUS einen Plan mit der eine automatische Aktualisierung durchführt.
at this time : frei wählbar, immer zur vollen Stunde.
on the following days : daily = täglich
weekly = wöchentlich zum gewählten Tag (Doppelwahl nicht möglich)
failure : nach wie vielen Fehlversuchen die Synchronisation abgebrochen werden soll.
Wenn eine komplette Synchronisation gelaufen ist, kann man im Bereich Monitor Server sehen welche Updates zu welchem Betriebssystem gehören.
MS hat seinen Updateplan soweit umgestellt das jeden 2. Mittwoch im Monat neue Patches veröffentlicht werden. Alle Patches werden als *.exe verteilt. Eine Veröffentlichung als +.msi File ist in Planung und soll mit der Einführung des MSI Installer 3.o passieren. Dieser wird wohl kurz vor der Marktreife des WUS erreicht sein. Genaue Zeitpläne wurden durch MS noch nicht bekannt gegeben.
Damit die Patches verteilt werden können müssen die relevanten Patches auf approved gesetzt werden. Aus der Navigationsleiste wählt man die Option approve updates.
3.5 Approve Updates

Es gibt drei Stadien der Patches :
- rot = new and not approves
- blau = approves and ready for deploy
- bau = not approved since last syncrozing

Um ein Patch zu approven, muss man nur den Haken vor das Patch setzen, hier kann man erst alle relevanten Patches auswählen. Zur endgültigen Freigabe muss man noch auf den Approve Button klicken. Dann muss man stellvertretend für alle User den EULA annehmen.

3.6 Synchronisation Log
Um sich einen schnellen Überblick über die neusten Patches zu machen, kann man den Punkt view synchronize log wählen. Hier werden die Zeiten und Art der Patches protokolliert,
die der SUS gemäß dem Zeitplan synchronisiert hat.
3.7 Approve Log
Der Punkt view approval log zeigt an, welche Patches zu welchem Zeitpunkt freigeben worden sind. Es wird nicht vermerkt welcher User dieses getan hat !
4 Einstellung der GPO am DC
Nun kann die GPO entsprechend angepasst werden, damit die Clients Ihre Updates bekommen.
4.1 Download und Import des ADM Files für WIN 2000
Wenn man eine Windows 2000 Domäne hat, dann muss man zuerst ein ADM File importieren. Das File kann man von der MS Seite runterladen:
http://www.microsoft.com/downloads/details.aspx?FamilyId=D26A0AEA-D274-42E6-8025-8C667B4C94E9&displaylang=en
Man kann das wuau.adm schon in das Verzeichnis %systemroot%\inf kopieren !
Jetzt öffnet man das Snap-in Active Directory Benutzer und Computer. In der Gruppenrichtlinie erweitert man den Knoten:
Computerverwaltung -
Rechtsklick auf Administrative Vorlagen

Vorlage hinzufügen

und den Eintrag wuau auswählen - hinzufügen.
Wenn man nun den Knotenpunkt Administrative Vorlagen - Windows Komponenten erweitert stellt man fest das ein neuer Unterpunkt dazu gekommen ist : Windows Update ! Dieser beinhaltet 4 Konfigurationsmöglichkeiten.
4.2 Automatische Updates konfigurieren - aktiviert
nun hat man 3 Möglichkeiten zur Auswahl :
2 - Vor dem Download von Updates benachrichtigen und vor deren Installation erneut benachrichtigen.
Je nach Zeitplan, erscheint im Systray das Symbol für Windowsupdates (Weltkugel).
Nun wird der User darüber informiert, dass neue Patches zur Verfügung stehen. Der User kann nun den Download initiieren und wird dann zur Installation aufgefordert. Allerdings sind
hierfür lokale Admin-Rechte erforderlich !
3 = (Standardeinstellung) Updates automatisch downloaden und über installierbare Updates benachrichtigen.
Ähnlich wie Punkt 2 - allerdings wird der User nur dazu informiert, dass neue Patches installiert werden können. Der Download wird im Hintergrund durch den intelligenten Hintergrundübertragungsdienst (BITS) erledigt. Dieser soll verhindern, dass zuviel Bandbreite in den Download geht. Die normale Arbeit soll nicht beeinträchtigt werden. Auch hier sind für die Installation lokale Admin-Rechte erforderlich !
4 = Updates automatisch downloaden und laut angegebenem Zeitplan installieren.
Die wohl meist gewählte Funktion ist diese. Der User kann nicht in die Übertragung und die Installation eingreifen ! Auch werden für diese Methode keine lokalen Admin-Rechte benötigt. Nach der Installation wird der User nur zu einem evt. Neustart des Systems aufgefordert.
Wenn man die Einstellungen 2 oder 3 gewählt hat, und der Benutzer hat keine lokalen Admin-Rechte, dann reicht es auch aus, wenn sich ein User mit Admin-Rechten lokal anmeldet.
Wenn man Punkt 4 auswählt, muss man noch mehr konfigurieren :
Geplanter Installationstag:
0 = täglich
1 = Sonntag
2 = Montag
3 = Dienstag
4 = Mittwoch
5 = Donnerstag
6 = Freitag
7 = Samstag
Geplante Installationszeit: 3:00 Uhr (Standartzeit)
kann immer zu einer vollen Stunde frei definiert werden.
4.3 Geplante Installationen automatischer Updates erneut planen - aktiviert
Nach dem Systemstart warten (Minuten): 5 (Standard)
Dieser Wert gibt die Wartezeit an, die das System nach einem Neustart wartet, bis es
übergangene/geplante Updates erneut installieren möchte.
4.4 Internen Pfad für den Microsoft Updatedienst angeben - aktiviert
Gibt den Pfad an, wo sich der SUS befindet, der anstelle des Internetupdates genutzt werden soll.
Interner Updatedienst zum Ermitteln von Updates - z.B. Http://sus01 (Name aus Set Option)
Intranetserver für die Statistiken - z.B. Http://sus01 (Name aus Set Option)
Es müssen beide Server angeben werden, ansonsten wird diese Richtlinie nicht angewandt !
4.5 Kein automatischer Neustart für geplante Installationen automatischer Updates - aktiviert
Diese Einstellung verhindert den automatischen Neustart des Systems und wartet auf einen Usereingriff. Wenn der User keine lokalen Admin-Rechte besitzt, kann nur „JA" auswählen,
die „Nein" Fläche ist deaktiviert. Das Popup kann weder geschlossen, noch in den Hintergrund gelegt werden (always on Top) !
Um bei den Usern nicht das Eindruck zu hinterlassen, dass der Startmenüeintrag Windows Update auf den SUS zugreift, sollte man diesen pro GPO ausblenden.
Die Einstellungen kann man sofort aktivieren wenn man diese forciert !
secedit /refreshpolicy machine_policy /enforce
4.6 Windows Update deaktivieren
Benutzerkonfiguration -
Administrative Vorlagen/Windows-Komponenten/Windows Update - aktiviert
Damit werden alle Updatefunktionen deaktiviert. Auch wenn der User den direkten Updatepfad im Browser eingibt (http://windowsupdate.microsoft.com).
Somit können auch lokale Admins nicht auf das Internetupdate zugreifen.
Die Einstellungen kann man sofort aktivieren wenn man diese forciert !
secedit /refreshpolicy user_policy /enforce
5 Registrierungsschlüssel für Clients die keiner Domäne angehören
Clients die nicht in die Domäne integriert sind, oder ein LAN das als Arbeitsgruppe konfiguriert wurde, müssen die Einstellungen die man ansonsten per GPO vorgibt manuell in die Registrierung importieren. Die Werte die man von Hand eingibt sind identisch mit denen, die von der GPO gelesen werden ! Dazu MUSS man lokale Admin-Rechte besitzen! Wenn die einzelnen Werte (Value) nicht vorhanden sind, dann muss man sie neu anlegen (Rechtsklick - neu - Value). Die Werte müssen in englisch angegeben werden!
Deutsche Erklärung Punkt 4.2 - 4.6
Start Registry Editor. (Start - Ausführen - Regedit)
5.1 Pfad zum Registrierungsschlüssel
Locate and then click the following key in the registry:
HKEY_LOCAL_MACHINE\Software\Policies\Microsoft\WindowsWindowsUpdate\AU
5.2 No Auto Update
Registry Value Type: Reg_DWORD
Value name: NoAutoUpdate
Value data: 0 or 1
0: Automatic Updates is enabled (default).
1: Automatic Updates is disabled.
5.3 Auto Update Optionen
Registry Value Type: Reg_DWORD
Value name: AUOptions
Value data: 2 to 4
2: Notify of download and installation.
3: Automatically download and notify of installation.
4: Automatically download and scheduled installation.
5.4 Zeitplanung (Schedule)
Registry Value Type: Reg_DWORD
Value name: ScheduledInstallDay
Value data: 0 to 7
0: Every day.
1 through 7: The days of the week from Sunday (1) to Saturday (7).
5.5 Installationszeit
Registry Value Type: Reg_DWORD
Value name: ScheduledInstallTime
Value data: n, where n equals the time of day in a 24-hour format (0-23).
5.6 SUS Nutzung aktivieren
Registry Value Type: Reg_DWORD
Value name: UseWUServer
Value data: Set this value to 1 to configure Automatic Updates to use a server that is running Software Update Services instead of Windows Update. (Pfad heißt z.B. http://sus01)
5.7 Geplante Installation erneut planen
Registry Value Type: Reg_DWORD
Value name: RescheduleWaitTime
Value data: m, where m equals the amount of time (in minutes, 1-60, representing 1 minute to 60 minutes) to wait between the time Automatic Updates starts and the time it begins installations whose scheduled time has passed.
5.8 Automatischen Neustart deaktivieren
Registry Value Type: Reg_DWORD
Note This setting only affects client behavior after the clients have updated to the SUS SP1 client version or later.
Value name: NoAutoRebootWithLoggedOnUsers
Value data: Reg_DWORD: 0 (false) or 1 (true). If set to 1, Automatic Updates does not automatically restart a computer while users are logged on.
5.9 Pfad zum SUS
Der Pfad zum SUS wird in einem anderen Schlüssel angegeben :
HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Policies\Microsoft\Windows\Windowsupdate
Registry Value Type: Reg_SZ
Value name: WUServer
Value data: http://[Name aus Set Options]
Registry Value Type: Reg_SZ
Value name: WUStatusServer
Value data: http://[Name aus Set Options]
5.10 Beispiel reg Datei
Windows Registry Editor Version 5.00
[HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Policies\Microsoft\Windows\Windowsupdate]
"WUServer"="http://sus01" <- hier ändern !!!
"WUStatusServer"="http://sus01" <- hier ändern !!!
[HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Policies\Microsoft\Windows\Windowsupdate\AU]
"UseWUServer"=dword:00000001
"NoAutoUpdate"=dword:00000000
"AUOptions"=dword:00000004
"ScheduledInstallDay"=dword:00000000
"ScheduledInstallTime"=dword:0000000e
"RescheduleWaitTime"=dword:00000005
"NoAutoRebootWithLoggedOnUsers "=dword:00000001
[HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Windows\CurrentVersion\WindowsUpdate\Auto Update]
" AUState"=dword:00000002
" LastWaitTimeout"=""
Dieses einfach als sus.reg speichern
!!!!!!!!!!!! WICHTIG !!!!!!!!!!!! In Zeile 3 + 4 muss der lokale SUS eintragen werden.
6 Clientkonfiguration für Domänenclients:
Unterstützte Betriebssysteme :
Windows 2000 prof
Windows 2000 Server (Standard und Advanched)
Windows XP Home
Windows XP pro
Server 2003
Damit die Clients automatisch die Patches vom SUS bekommen, benötigen diese den AUC.
Dieser ist im Service Pack 3 für Windows 2000 und im Service Pack 1 für Windows XP enthalten. Wenn man diese nicht installiert hat, benötigt man die Clientsoftware zur manuellen Installation. Den AUC kann man von der MS Seite runterladen. Der Client ist Multilingual und liegt als MSI Paket vor, damit man diesen per GPO verteilen kann !
6.1 Auto-Update Client
http://www.microsoft.com/windows2000/downloads/recommended/susclient/default.asp
Ein weiterer Eingriff in die Konfiguration der Clients ist nicht nötig, wichtig ist nur das jeder Client den Namen des SUS per DNS auflösen kann.
6.2 GPResult
Um zu kontrollieren, ob die Clients die GPO richtig übernommen haben, kann man das Tool GPResult anwenden, dass man kostenlos von der MS Seite runterladen kann.
http://www.microsoft.com/windows2000/techinfo/reskit/tools/existing/gpresult-o.asp
6.3 Clientmonitoring
Um zu kontrollieren ob ein Client Patches gezogen hat kann man in der Systemsteuerung / Software nachsehen. Allerdings werden nicht alle Patches dort vermerkt. Es existiert eine Log Datei die sich unter %Systmroot%\windowsupdate.log befindet. Hier kann man genau sehen, welche Patches wann gezogen worden sind.
7 Windows Update Service (WUS)
7.1 Allgemeines
Nachdem der SUS einige Zeit der einzige Ersatz zum SMS Server war, vor allem weil dieser kostenfrei ist, wurde es Zeit, dass der SUS überarbeitet wurde. Der SUS erfreut sich immer weiterer Beliebtheit obwohl er einige Schwachstellen hat. Diese sollen nun durch den WUS gestopft werden.
Derzeit ist der WUS nur in ganz geringen Betaversion verfügbar, deswegen kann man das endgültige Leistungsspektrum nur erahnen. Hier werden einige Unterschiede zum SUS beschrieben.
Bei der Hardware wird allerdings jetzt schon empfohlen 1 GB im System zu haben ! Die Festplatte sollte ca. 20 GB Platz bieten ( Je nach Sprache und Systemauswahl).
Der WUS setzt als Betriebssystem entweder einen Server 2003 oder Win 2000 SP4 voraus.
7.2 Unterstütze Systeme und Namensgebung
Der WUS hat einen neuen Namen bekommen, weil sich die Vielfalt erweitert hat, was der SUS nicht konnte. Der SUS war nur in der Lage kritische Updates zu verteilen und diese auch nur für die Windows Betriebssysteme. Hingen wird der WUS sämtliche Updates und Patches (inkl. Treiberupdates) zur Verfügung stellen können. Auch soll / wird die Produktpalette deutlich erweitert die der WUS unterstützen wird !
- Windows 2000 prof. & Server
- Windows XP prof. & Home
- Small Business Server aber Version 2000
- Server 2003
- Windows Longhorn
- Office System 97 - 2003
- MS Visio 97 - 2003
- MS Projekt 97 - 2003
- MS SQL Server ab Version 2000
- MS Exchange ab Version 2000
- IIS ab Version 5.0
- SMS
- MSDE
Der WUS wird in der Lage sein Updates zeitgesteuert zu verteilen (pushing). Admins können Usergruppen definieren mit denen man die Updates steuern kann (streaming). Der WUS wird über diverse Monitoring und Log Tools verfügen, was beim SUS doch sehr spärlich ausgefallen ist. Auch sind beim WUS die Ports definierbar. über die die Verteilung stattfindet.
Alle Patches die der WUS verteilen wird, sollen im MSI Format durch MS ausgeliefert werden, somit ist es auch möglich diese direkt per DPO zu verteilen. Der WUS wird eine direkte Verbindung zum MBSA erhalten, um gezielt nach Sicherheitslücken im LAN zu suchen.
Man kann auch die Betriebssysteme auswählen die man effektiv einsetzt, wenn z.B. im LAN kein SQL-Server vorhanden ist, dann braucht man auch die Patches dafür nicht runterladen. Dieses ist eine komplett neue Funktion gegenüber dem SUS
7.3 Clientmonitoring
Beim WUS wird es ein Monitoring darüber geben, wann welcher Client welchen Patch erhalten hat.
das ganze kann dann in einem CSV Textfile gespeichert werden, oder direkt in eine SQL Datenbank fließen. Genauere Detail sind noch nicht bekannt.
7.4 Patches zurückrufen (retire)
Ein sehr gelungenes Feature ist die Möglichkeit Patches die irrtümlich verteilt wurden wieder zurückzurufen. Dadurch können später auftretende Programminkompatibilitäten umgangen werden.
Bei den Clients muss nur die Archivierung der Originaldateien aktiviert sein, wie man es von der Service Pack Installation kennt.
8 SMS - System Management Server
Hier nur ein kurzer Einblick in den Funktionsumfang des SMS. Mit einem SMs kann man Heute schon alles das was der WUS erst in Naher Zukunft leisten wird, allerdings ist dieser Server nicht einfach ein Server, der SMS ist einer der komplexesten Systeme die MS je produziert hat.
Ein SMS kann komplette Betriebssysteme verteilen von der WIN 95 bis Server 2003, er kann eine komplette Inventarisierung des LAN durchführen. Mir einem SMS kann man Programme verteilen die noch im exe Format vorliegen. Voraussetzung für einen SMS ist ein SQL Server der mit auf diesem System laufen muss, ohne den geht gar nichts.
Über den SMS kann man eine Remotesteuerung der Clients vollziehen, dazu wird nur die SMS Clientsoftware benötigt, die man bequem per GPO verteilen kann.
Einmal konfiguriert ist ein SMS ein mächtiges Werkzeug, um sein LAN schnell und effektiv zu verwalten !
© by unterwegs-im.net, Frank Solinske