Login Form






Passwort verloren?
Home arrow Artikel arrow Server Applications arrow DFS Staemme in Active Directory
DFS Staemme in Active Directory PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Frank Solinske   

Installation und Administration

DFS - Distributed File System - Daten Redundant im Netz veröffentlichen

  

Ein kleines Hot-to wie man DFS einrichtet und Administriert Teil 1

DFS in einer Domäne

 

Inhaltsverzeichnis:

 

{Einleitung: 1}

{Erstellen eines neuen DFS Stamms auf einem Domaincontroller: 1}

{Hinzufügen eines 2. Servers zum DFS-Stamm: 9}

{Einrichten der Replikation: 14}

{Clientzuordnung: 16}

{Befehlzeilentool: 17}

{Namenerklärung: 17}

 

 

 

Einleitung:

 

Seit Windows 2000 gibt es ein Verfahren, das es den Administratoren ermöglicht Freigaben einfach und redundant im Netzwerk zu veröffentlichen. Hierzu verwendet man das DFS - Distributed File System. DFS ist eine Multihome Freigabe, die für den User völlig transparent arbeitet. Sollte einmal ein Server ausfallen, der Teil eines DFS Stamms ist, dann bleiben die Daten weiterhin im Netz verfügbar. Man kann die Hardware ersetzen und die Freigabe auf den neuen Server umlenken, ohne das man einen UNC Pfad ändern muss. Bei DFS unterscheidet man Stämme die im ADS integriert sind, und die, die auf Servern betrieben werden und als Arbeitsgruppenserver fungieren.

 

Das von mir beschriebe Verfahren bezieht sich auf Server 2003 Enterprise in deutsch. DFS ist aber auch in der Standardversion des Servers 2003 (und Windows 2000) verfügbar. In beiden Servern sind 2 Festplatten eingebaut. Für den DFS Stamm wird nur die 2. HDD genutzt.

 

Um einen DFS Stamm einrichten, ändern oder löschen zu können, muss man Mitglied der Administratoren sein. Das ganze sollte immer auf dem Server konfiguriert werden, der den Namespace für den DFS Stamm hält.

 

Erstellen eines neuen DFS Stamms auf einem Domaincontroller:

 

Die DFS Verwaltungskonsole wird bei einer Standardinstallation automatisch mit installiert, man findet sie unter:


Start - Programme - Verwaltung - Verteiltes Dateisystem (DFS)

 

 

Wenn man die Konsole zum 1. Mal öffnet sollten keine Einträge vorhanden sein.

Über den Menüpunkt Aktion - neuer Stamm kann man den DFS Stamm einrichten.

 

 

Zuerst wird man mit dem Willkommensbildschirm begrüßt, den man mit weiter übergehen kann.

Im nächsten Fenster muss man die Entscheidung treffen, ob der DFS Stamm im ADS integriert werden soll.

Domänenstamm                    = ADS integriert

Eigenständiger Stamm          = Informationen werden nicht im AD gespeichert

 

Für diese Konfiguration wählt man Domänenstamm und bestätigt weiter.

 

Jetzt erfolgt die Abfrage für die Hostdomäne in der der DFS Stamm erstellt werden soll.

Sobald die Domäne für den Stamm definiert worden ist, muss man den ersten Server für den DFS Stamm angeben.

 Über den Knopf: Durchsuchen kann man den Server sehr einfach bestimmen.


Nachdem der FQDN für den Hostserver im Feld Servername steht, kann man dieses Fenster mit weiter bestätigen.

Diese Schritte dienten dazu, das der Namespace und der Hostserver definiert worden sind. Der eigentliche DFS Stamm wird mit dem nächsten Fenster definiert.

Der Stammname sollte eine eindeutige Kennung bekommen, damit es später möglich ist eine Dokumentation logisch aufzubauen. Das Feld Kommentar ist optionales Feld und muss nicht ausgefüllt werden.

 Mit weiter wird das Feld geschlossen.

 Um einen Festplattenbereich für einen DFS Stamm zu definieren, gibt man im Bereich

Freizugebender Ordner die Partition (oder Ordner) an, an dem der DFS Stamm angelegt werden soll.

 

***ACHTUNG - ACHTUNG - ACHTUNG - ACHTUNG ***

***Nur  NTFS Partitionen können zu einem DFS Stamm hinzugefügt werden ***

Das hier gewählte Laufwerk P: ist eine eigene Partition des Servers. Mit weiter gelangt man zum Abschlussfenster indem man noch einmal eine Zusammenfassung der Konfiguration gezeigt bekommt.

Fertigstellen schließt den Vorgang ab. Die DFS Verwaltungskonsole wird wieder geöffnet, und der neu erstellte DFS Stamm sollte nun angezeigt werden.

 Hinzufügen eines 2. Servers zum DFS-Stamm:

 Damit eine Datenredundanz erreicht wird, muss der DFS-Stamm auf mindestens 2 Servern liegen. Um den 2. Server zu definieren, muss man ein neues Ziel hinzufügen. In der DFS Konsole wählt man dazu den Menüpunkte Aktion - Neues Ziel


In dem sich öffnenden Assistenten wählt man zusätzlichen DFS-Stamm Server aus.

 Um zu kontrollieren, ob der 2. Server korrekt per DNS Auflösung gefunden wird, wählt man den Suchassistenten mit dem Button Durchsuchen aus.


Wenn der Server mit OK bestätigt wurde, zeigt der Assistent den Server mit seinem FQDN an.

 Mit dem Knopf Weiter, schließt man diesen Schritt ab, und muss den Ort definieren, an dem die Stammkopie erzeugt werden soll.


Mit durchsuchen, kann man nun die vorbereitete Partition auswählen.

Danach wird dann nur die neue Partition angezeigt und nicht mehr der FQDN des Servers !


Wie bei der ersten Einrichtung bekommt man nun zum Abschluss eine Konfigurationsübersicht.

 Fertigstellen leitet dann den endgültigen Abschluss der Konfiguration ein. Wenn alles korrekt funktioniert hat, dann wird das neue Ziel in der Konsole vom DFS angezeigt.

  
Einrichten der Replikation:

 

Damit die Daten wirklich redundant auf dem DFS-Stamm vorhanden sind, muss einmalig eine Replikation eingerichtet werden. Danach werden automatisch alle Änderungen zu den Zielen kopiert. Dazu bedient sich das System am FRS.

 Über den Menüpunkt Aktion - Replikation konfigurieren ruft man den Assistenten auf, mit dem die Replikation konfiguriert wird.

Den Willkommensbildschirm kann man mit weiter übergehen. Als nächster Schritt muss die erste Quelle der Replikation bestimmt werden. Von hier aus werden dann die Daten zu allen anderen Zielen repliziert !

In diesem Fall, soll von Server01 zu Server02 repliziert werden. Wenn der Masterserver bestimmt wurde muss man noch die Topologie der Replikation bestimmen.

Ring:

 Wenn die Replikation konfiguriert worden ist, dann erscheint am Stamm ein kleines blaues Merkzeichen.

Nun kann der DFS Stamm mit Inhalt gefüllt werden, automatisch werden die Daten zum Replikationspartner kopiert.


Ansicht Server01:

Ansicht Server02:

Clientzuordnung:

Damit ist der DFS Stamm und seine Replikation eingerichtet. Nun kann man diesen Stamm von einem Client aus nutzen.

Als Client dient ein System mit Windows XP prof. SP2.

Um dem DFS Stamm einen Laufwerksbuchstaben zu zufügen, gibt man in der „dos-box" folgenden Befehl ein:

Net use m: {\\DOMÄNE\STAMMNAME}  ergibt:

Net use m: {\\contoso\dfsroot01}

Im Arbeitsplatz befindet sich nun ein neues Laufwerk, das nicht mehr einem Server zugeordnet ist. Somit ist es ohne Bedeutung, welcher Server angesprochen wird, da alle Server immer den gleichen Datenbestand haben.

Kopiert man nun Daten in eines der erstellten Verzeichnisse, dann replizieren die Server diese automatisch auf alle anderen Server die als Ziel definiert worden sind.

 ACHTUNG: Das Recht „schreiben2 muss explizit zugewiesen werden !!! Des Weiteren müssen die Freigabeberechtigungen kontrolliert werden !!!

 Befehlzeilentool:

 Es gibt auch ein Kommandozeilentool, mit dem man einen DFS Stamm einrichten und warten kann. Es heißt dfscmd. Durch die Option /? Werden alle benötigten Schalter gezeigt und erklärt.

 Im Teil 2 werde ich beschreiben, wie man DFS Stämme einrichtet, wenn man kein ADS einsetzt. Im Gegensatz zum ADS integrierten gibt es einige Unterschiede.

 Namenerklärung:

MS                  = Microsoft

DFS                = Distributed File System

DNS                = Domain Name Service

UNC               = Unified Name Contention

FQDN             = full qualified Domain Name

ADS                = Active Directory Service

FRS                = File Replikation Service

 

© 2005 by Frank Solinske - Unterwegs-im.net

 
< Zurück   Weiter >
© 2012 Unterwegs im Net
Joomla! is Free Software released under the GNU/GPL License.