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Automatische Systemwiederherstellung - ASR PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Yusuf Dikmenoglu   
Rücksichern eines Domänencontrollers basierend auf Windows Server 2003 SP1

 

Automatische Systemwiederherstellung eines Domänencontrollers basierend auf
Windows Server 2003 SP1
(ASR = Automated System Recovery)

Die automatische Systemwiederherstellung sollte die allerletzte Möglichkeit darstellen, ein System erneut zum Leben zu erwecken.

Vorher sollte man versuchen, dass System mit den Optionen Abgesicherter Modus und Letzte als funktionierend bekannte Konfiguration zum booten zu bringen.
Ein ASR-Sicherungssatz sollte Regelmäßig angelegt/aktualisiert werden und ganz besonders vor und nach Software- sowie Hardwareaktualisierungen, ansonsten sichert man einen älteren Stand zurück und müsste die Änderungen danach noch einspielen.

Im ASR wird auch der Hotfix/Patch - Stand mitgesichert.

ASR berücksichtigt den System- und Startdatenträger jedoch nicht Datenträger auf dem sich Daten oder Programme/Anwendungen befinden. Um die Daten und Anwendungen wiederherzustellen, müssen diese in einer normalen Sicherung gesichert werden.
Mit diesem Disaster Recovery ist es leicht, dass System nach z.B. ausgefallener Festplatte wieder schnell auf einer „neuen" Festplatte zum laufen zu bringen ohne großen Zeitverlust.

ASR ersetzt die aus früheren Windows - Versionen bekannten Notfalldiskette (Emergency Repair Disk = ERD) die es bei Windows Server 2003 nicht mehr gibt.

Wenn es sich bei dem System um einen Cluster - Knoten handelt, werden zur Wiederherstellung auch Konfigurationsdaten des Serverclusters, der Quorum - Ressource sowie der Cluster - Datenträger mit gesichert.

Zu einer ASR - Sicherung gehört auch eine ASR - Diskette. Auf dieser werden die zwei wichtigen Dateien ASR.SIF und ASRPNP.SIF abgelegt, die Informationen über Konfiguration des Systems sowie des Datenträgers beinhalten. Des Weiteren wird auch eine SETUP.LOG auf der Diskette erstellt, die protokolliert welche Dateien gesichert wurden.   

Zur Erstellung eines ASR - Datensicherungssatzes geht man folgendermaßen vor:

Man startet das im Betriebssystem enthaltene Sicherungsprogramm entweder über START - AUSFÜHREN - NTBACKUP oder über START - PROGRAMME - ZUBEHÖR - SYSTEMPROGRAMME - SICHERUNG.

Wenn man das Programm zum ersten Mal startet, begrüßt einen der Assistent im „Assistentenmodus". Hier gilt es entweder über den Link „Erweiterten Modus" oder über das deaktivieren von „Immer im Assistentmodus starten" in den erweiterten Modus des Sicherungsprogramms zu gelangen.

 

Im erweiterten Modus gilt es nun den „Assistent für die automatische Systemwiederherstellung" zu starten

 

 

Der Assistent begrüßt einen, mit der Willkommens - Seite

 

 

Auf der nächsten Seite gilt es nun anzugeben wo die Sicherungsdatei gespeichert werden soll. Mit Klick auf „Durchsuchen" kann man zum Ziel navigieren wie z.B. zu einem angeschlossenen Streamer oder aber wie in diesem Artikel auf eine zweite Festplatte (D:\). Wenn man möchte kann man der Sicherungsdatei die Standardmäßig „BACKUP.BKF" heißt, einen anderen Namen geben (z.B. „ASR_vom_01-03-2006.bkf). Wenn alles soweit eingestellt wurde, geht es mit einem Klick auf „Weiter" zum nächsten und letzten Fenster.

 

 

Das war es auch schon was es einzustellen gibt.

Mit Klick auf FERTIG STELLEN kann die Sicherung beginnen.

 


 

Nun fängt die ASR - Sicherung an

 

 

Hier kann man auch sehr gut erkennen, dass selbstverständlich das SYSTEM STATE mitgesichert wird.

 

 

Wenn die Sicherung erfolgt ist, verlangt der Assistent nach einer leeren Diskette die es einzulegen gilt.

 

 

Nun werden die drei Dateien ASR.SIF, ASRPNP.SIF und SETUP.LOG auf die Diskette gesichert

 

 

Wenn diese drei Dateien auf Diskette gesichert wurden, weißt einen der Assistent daraufhin, dass man die Diskette entfernen und beschriften soll - was im Übrigen auch sehr angebracht wäre ;-).

Ebenfalls sollte man den Hinweis zum Aufbewahrungsort beachten.

Mit Klick auf OK kann man das Ergebnis sehen.

 

 

Hier kann man erkennen wie der STATUS lautet, wie lange die Sicherung dauerte und wie viel an Daten gesichert wurde. Man kann sich weiter einen Bericht anzeigen lassen um etwas mehr an Detail-Informationen zu bekommen.

 

 

Man sollte natürlich auch kontrollieren ob die Sicherung „wirklich" auf das Medium geschrieben wurde (hier auf eine zweite Festplatte)

 

 

Ebenfalls sollte man kontrollieren ob die Dateien auf die Diskette gesichert wurden

 

 

Wenn man das SETUP.LOG sich anschaut, bekommt man eine detaillierte Ansicht,  was alles gesichert wurde

 

 

Somit hätte man eine ASR - Sicherung erstellt.

An dieser Stelle nochmals der Hinweis, man sollte darauf achten nach jeder Konfigurationsänderung - sei es Soft- oder Hardwarebasierend - erneut eine ASR - Sicherung anzulegen, da man ansonsten im Fall der Fälle bei der Wiederherstellung einen älteren Konfigurationsstand zurückspielt.

Wenn nun das System nicht mehr startet (nach vorherigen versuchen vom „Abgesicherten Modus" bzw. „Letzte als funktionierend bekannte Konfiguration") oder die Festplatte ausgefallen ist, gilt es eine ASR - Wiederherstellung zu tätigen. Dazu muss der Server von der CD aus gestartet und im richtigen Moment auf „F2" geklickt werden.

ACHTUNG ! Wenn sich die Festplatte an einem RAID - Controller befindet und dieser Treiber nicht von der „Windows Server 2003" - CD aus geladen wird, gilt es zuerst im zeichenbasierten Part „F6" zu drücken damit man den Treiber von Diskette einbinden kann.

 

 

Der Assistent fordert danach auf, die ARS - Diskette einzulegen

 

 

Nun beginnt die automatische Systemwiederherstellung.

 

 

Nun passiert folgendes, die Wiederherstellung FORMATIERT die Festplatte und löscht somit alle Informationen die sich evtl. auf der Festplatte befinden.

Daher sollte/darf man nicht auf die Idee kommen und die Sicherung auf der gleichen Festplatte sichern.

Die evtl. neue Festplatte auf der die Systemwiederherstellung rückgesichert werden soll, muss dieselbe Größe wie die Ursprungs-Festplatte besitzen (im Zweifelsfall kann auch eine klein wenig größere Festplatte benutzt werden). 

 

 

Wenn der zeichenbasierte Setup - Part abgeschlossen ist, wird der Server neu gestartet und fährt anschießend mit dem grafischen Part des wiederherstellens weiter. Nun wird eine rudimentäre Installation vorgenommen (anders wie bei einer normalen Installation) bis der Status erreicht ist, wo die SETUP - Routine das Sicherungsgerät (z.B. Streamer erkennt). 

 

 

Hinweis: Wenn man an dieser Stelle SHIFT + F10 klickt, erscheint eine Kommandozeile und man kann per NET USE das Netzlaufwerk zur BKF - Datei erreichen. 

 

Danach startet die grafische Setup - Routine automatisch den „Assistenten für die automatische Systemwiederherstellung" des Sicherungsprogramms und fängt eigenständig (wenn man 90 Sekunden wartet) mit dem wiederherstellen des Systems an.

 

 

 

 

 

 

 

 

Abschließend wird der Server neu gestartet und man kann mit dem wiederhergestellten System weiter arbeiten.

 

 

© 2006 by Yusuf Dikmenoglu

 
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